Zollrecht: Einziehung eines nach Art. 3s der Verordnung (EU) Nr. 833/2014 gelisteten Schiffs (BFH)

Gelangt ein Schiff infolge einer See­not­situa­tion in Gewäs­ser der Union und wird erst später durch die Ver­ord­nung (EU) 2025/395 in Anh. XLII zu Art. 3s der Ver­ord­nung (EU) Nr. 833/2014 auf­genom­men, begrün­den der Aus­nahme­tat­bestand des Art. 3s Abs. 3 der Veror­dnung (EU) Nr. 833/2014, das völker­gewohn­heits­recht­liche Noth­afen­recht sowie das Recht auf fried­liche Durch­fahrt nach Art. 17, 18 des See­rechts­über­ein­kom­mens der Verein­ten Natio­nen erheb­liche Zweifel im Sin­ne des Art. 45 Abs. 2 des Zollkodex der Union (UZK) daran, ob das Auslaufen als verbotene Ausfuhr zu quali­fi­zieren und eine Ein­ziehung nach Art. 198 Abs. 1 Buchst. b Ziff. iv UZK i.V.m. § 13 Abs. 1 Satz 1 des Zoll­ver­wal­tungs­gesetzes ge­recht­fer­tigt ist (BFH, Be­schluss v. 26.11.2025 – VII B 81/25 (AdV); veröf­fent­licht am 11.12.2025).